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Was wäre wohl passiert, wenn Adam den Apfel nicht gegessen und
stattdessen die Schlange getötet hätte?
Ich saß gerade in der Vorhalle eines Bürogebäudes, als mir ein
Gemälde auffiel, moderne Kunst, von rechts nach links: eine nackte Frau, ein
Apfel, eine Schlange, ein Messer und ein nackter Mann. Nun war ich mir sicher,
dass es sich bei der Komposition um die biblische Geschichte aus dem Paradies
handeln müsse. Nur mit dem Messer wusste ich zunächst nichts anzufangen.
Wollte Adam vielleicht die sündenhafte Frucht noch schälen, bevor er sie
verzehrte, oder Eva etwas antun, oder die Schlange töten? Ich entschied mich
für das Letztere und stellte mir die Frage, was wohl geschehen wäre,
wenn………………
Nach der Vertreibung aus dem Paradies musste der Mensch hart, im
Schweiße seines Angesichts, arbeiten, um zu überleben. Neue Berufe
entstanden, die miteinander konkurrierten, wobei Cain seinen Bruder Abel
tötete.
Gesellschaften entwickelten sich, Kriege wurden ausgefochten, die
katholische Kirche gegründet, die Inquisition eingeführt und die Atombombe
abgeworfen.
Kurz zusammengefasst: Wir leben in einem Jammertal und suchen
nach dem Tod, wieder den Eingang ins verlorene Paradies, um neben Gott zu
sitzen und den ganzen Tag „Halleluja“ zu singen.
Was für ein Leben! Schrecklich! Jahrhunderte lang wurde uns in
Europa dieses Weltbild vermittelt. Wie konnte uns ein solch negatives
Schicksal so lange gefangen halten?
Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Unwissenheit und
Unselbständigkeit oder Unterwürfigkeit.
Also! Was wäre wohl passiert, wenn wir weiter im Paradies hätten
verweilen können?
Adam und Eva lagen nackt nebeneinander unter einem Baum. Sie
brauchten kein Bett und keine Decke, weil das Gras unter ihnen weich und die
Nächte im Paradies nie kühl waren. Adam verspürte einen starken Druck in
seiner Blase und seinem Darm, er presste es einfach aus sich heraus, da er ja
nichts wusste. Als Eva den intensiven Geruch vernahm, regte das auch ihre
körperlichen Funktionen an, deshalb tat sie es ihm gleich. Man sitzt
natürlich nicht gern in seinem eigenen Dreck, vor allem wenn sich nach kurzer
Zeit tausende Mücken bemerkbar machen, weil auch im Paradies irgendjemand für
den Abfall zuständig sein muss. Ohne Müll gibt es auch keinen Stoffwechsel,
also kein Leben. Die beiden befriedigten Menschen standen deshalb auf und
begaben sich zur nahen Quelle, um zu trinken. Einige Fliegen folgten ihnen,
weil Reste des Kots noch an ihren Hintern klebten. Um die lästigen Kleintiere
zu verjagen, sprangen sie ins kühle Wasser, von dem sie auch sofort tranken,
hatten sie doch keine dummen klassischen Griechen gelesen, die schon lange
vor unserer Zeitrechnung darauf aufmerksam machten, dass man nicht in die
Quelle pissen soll, aus der man trinken will.
Gefrischt durch das schmutzige Nass, kam das Hungergefühl und die
Augen Adams suchten die Gegend nach einem Baum ab, der reife Früchte trug, da
man sie auch im Paradies pflücken musste und sie nicht einfach so in den Mund
des Bittenden flogen.
Aber woher bekamen sie Fleisch, an einem Ort, wo doch ewiger
Friede herrschte? Waffen hatten sie doch nicht. Naja, sie werden sich wohl
von Käfern, Würmern und Aas ernährt haben.
Eva hatte seit Tagen geschwollene Brustwarzen. Bei den
Schimpansen bedeutet dies, dass das weibliche Tier für den Geschlechtsverkehr
nicht bereit ist. Beim Menschen dagegen ist es genau umgekehrt. Es zeigt, dass
Sex erwünscht ist, zu solcher Zeit sind Frauen besonders erregt. Immer wieder
berührte sie also seinen Arm, seinen Körper, schmiegte sich an ihn, um auch
bei ihm ein gewisses Interesse zu wecken. Endlich streckte sich sein Glied
und wurde hart und steif. Aber von zärtlichem Streicheln und Küssen dürfte
hier wohl kaum die Rede sein. Wir wissen nicht genau auf welcher
Entwicklungsstufe Adam stand und wann die Zeit begann, in der Frau und Mann
sich umarmten, um sich zu lieben. Wahrscheinlich hat der primitive Adam, der,
wie wir ja wissen, nicht vom Baum der Weisheit gegessen hatte, sie einfach
gepackt, sie musste sich jetzt wie ein Hund auf den Boden knien, und so ging
es jetzt von hinten. Vielleicht packte er sie auch noch bei den Haaren und
ritt sie wie ein Pferd. Wenn wir das heute machen, passiert das meist
zärtlich mit vielen Küssen und gilt als Erweiterung des Repertoires. Aber das
war es bei Adam höchstwahrscheinlich nicht. Es dauerte sicherlich auch nicht
sehr lange. Einmal fertig warf er sich vom Orgasmus und der Anstrengung
überwältigt auf den Boden. Wenn er Glück hatte, fiel er auf weiches Gras,
drehte die Augen ein bisschen nach oben und rührte sich eine Weile nicht
mehr. Eva, die zwar ihren natürlichen Instinkt befriedigt hatte, aber nicht
bis zum Höhepunkt gekommen war, musste sich mit ihren eigenen Fingern selbst
helfen, weil mit Adam in diesem Moment nichts anzufangen war. Sie hatte Glück
gehabt, dass er das richtige Loch getroffen hatte, weil es manchmal auch
schon anders gegangen war.
Nach einer Weile kam der Mann ihres Lebens wieder zu sich, stand
auf und begab sich, ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen, zur nächsten
Quelle, oder vielleicht war es auch nur eine schmutzige Regenpfütze, um sich
zu erfrischen.
Der Tag zog sich dann noch ein bisschen hin, füllte sich mit
Essen, Trinken und sich Entleeren, bevor die ersten Menschen, ohne Feuer zu
machen, müde niedersanken, wo sie gerade waren, und einen friedlichen Schlaf
genossen, um weiter ihre unsterblichen Tage zu fristen.
P.S.: Wahrscheinlich aber legten sie sich nicht an denselben Ort
der vorigen Nacht, weil die natürlich Müllabfuhr, wie Fliegen und andere
Insekten, ihre Endprodukte noch nicht ganz entfernt haben konnte.
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Was wäre wohl geschehen, wenn Adam .....?
Montag, 15. Juni 2015
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